Krankheiten, Parasiten und Fressfeinde – Glossar
11 Fachbegriffe zum Thema Krankheiten, Parasiten und Fressfeinde, kurz erklärt. Stand: .
- Krebspest
Für heimische Flusskrebse tödliche Pilzerkrankung, die von amerikanischen Krebsen übertragen wird.
Signalkrebs, Kamberkrebs und Roter Amerikanischer Sumpfkrebs tragen den Erreger, ohne selbst zu erkranken. Wer an mehreren Gewässern angelt, sollte Ausrüstung trocknen oder reinigen, um den Erreger nicht zu verschleppen.
- Trommelsucht auch: Gasblasenkrankheit
Krankheit, bei der Gas in Blutgefäßen und Geweben von Fischen Blasen bildet, meist durch übersättigtes Wasser.
Gasblasenkrankheit tritt zum Beispiel bei starkem Algenwachstum oder unterhalb von Wehren auf, wenn das Wasser mit Gas übersättigt ist. Betroffene Fische zeigen Bläschen unter der Haut, in den Flossen oder an den Augen.
- Fischkrankheiten
Krankheiten der Fische, verursacht durch Viren, Bakterien, Pilze, Parasiten oder schlechte Wasserqualität.
Erkrankte Fische fallen durch Hautveränderungen, Verpilzung, auffälliges Schwimmen oder Abmagern auf. Ein Fischsterben oder ungewöhnlich viele kranke Fische sollten dem Gewässerbewirtschafter und der Fischereifachberatung gemeldet werden. Bestimmte Fischseuchen sind anzeigepflichtig.
- Fischegel
Blutsaugender Egel, der sich an der Haut von Fischen festsetzt.
Fischegel schwächen die Fische und können Krankheitserreger übertragen. Sie kommen vor allem in Teichen und stehenden Gewässern vor.
- Karpfenlaus auch: Argulus
Kleiner, flacher Krebs, der als Parasit auf der Haut von Fischen lebt und Blut saugt.
Trotz des Namens befällt die Karpfenlaus viele Fischarten. An den Saugstellen können Entzündungen und Verpilzungen entstehen.
- Bandwurm auch: Fischbandwurm
Parasitischer Wurm, dessen Larven in Fischen leben können.
Der Fischbandwurm kann auf den Menschen übergehen, wenn roher oder nicht ausreichend erhitzter Fisch gegessen wird. Durcherhitzen oder ausreichend langes Tiefgefrieren tötet die Larven ab.
- Kormoran
Fischfressender Wasservogel, der in großen Zahlen Fischbestände in Seen und Flüssen stark beeinträchtigen kann.
Ein Kormoran frisst pro Tag etwa 400 bis 500 Gramm Fisch. Besonders Äsche und Nase sind in vielen Flüssen durch Kormoranfraß zurückgegangen. Die Länder regeln die Vergrämung und den Abschuss in eigenen Verordnungen.
- Verpilzung auch: Saprolegnia, Wasserschimmel
Befall von Haut, Flossen oder Laich mit Wasserschimmelpilzen, erkennbar an watteartigen, weißlich-grauen Belägen.
Wasserschimmelpilze wie Saprolegnia befallen vor allem geschwächte oder verletzte Fische und abgestorbene Fischeier. Häufige Auslöser sind Verletzungen der Schleimhaut, zum Beispiel durch Anfassen mit trockenen Händen, sowie Stress und niedrige Wassertemperaturen. Deshalb ist der schonende Umgang mit Fischen, die zurückgesetzt werden, so wichtig.
- Weißpünktchenkrankheit auch: Ichthyophthiriose, Ichthyo
Krankheit durch das Wimpertierchen Ichthyophthirius multifiliis, das kleine weiße Punkte auf Haut und Kiemen verursacht.
Der Parasit bohrt sich in die Haut und die Kiemen der Fische ein und bildet dort die typischen, grießkorngroßen weißen Pünktchen. Er tritt vor allem in Teichen und bei dichtem Fischbesatz auf. Stark befallene Fische atmen schwer und können verenden.
- Fischotter
Streng geschützter, an Gewässer gebundener Marder, der sich vor allem von Fischen ernährt.
Der Fischotter war in vielen Regionen Deutschlands fast verschwunden und breitet sich wieder aus. Er frisst Fische, aber auch Krebse, Amphibien und Kleinsäuger. In Teichwirtschaften und kleinen Fließgewässern kann er Fischbestände deutlich verringern. Wie mit Schäden umgegangen wird, regeln die Länder, zum Beispiel über Ausgleichszahlungen und Schutzzäune.
- Gänsesäger
Fischfressende Entenart mit schmalem, gezähntem Schnabel, die tauchend Jagd auf kleine Fische macht.
Gänsesäger brüten in Baumhöhlen an Flüssen und Seen und jagen bevorzugt Jungfische und kleine Arten wie Äschen, Forellen und Elritzen. In kleinen Fließgewässern kann ein starker Fraßdruck die Bestände geschwächter Arten zusätzlich belasten.